Von Ottobrunn lernen

über die KHBi4

Für seine 4. Biennale hat sich das KloHäuschen mal wieder bei den ganz Großen umgeschaut, wie man das denn so macht, mit der Ausstellung von Weltformat.  Diesmal sieht es bei der documenta 14, daß man wohl zu so einer Gelegenheit „von Athen lernen“ sollte. Von und mit einem anderen Ort Lernen. Das klingt nach Vernetzung, Orte verbinden, hinaus in die große weite Welt …. wie schön ist das denn!

So macht es sich auf den Weg nach Athen …. und weil es ja schon etwas älter ist und auch nicht so schnell, legt es in Ottobrunn eine Rast ein. Und trifft dabei die „Gartenlaube der Kunst„.

Die „Gartenlaube der Kunst“ ist ein Glashaus/Gewächshaus, ein bißchen kleiner als das KloHäuschen und befindet sich aktuell auf einem öffentlichen Platz hinter dem Rathaus von Ottobrunn, direkt neben dem Kunstverein. Sie wurde von der Künstlerin Kerol Montagna als Atelier- und Ausstellungsprojekt gegründet und wird von ihr in Zusammenarbeit mit dem Kunsthistoriker Pietro Tondello kuratiert. „Kuratiert“ – jawoll. Denn die Gartenlaube macht wirklich meist das, was das KloHäuschen nur zu seiner Biennale macht: sie stellt Kunst aus.

Und da die KloHäuschen Biennale ja noch etwas kleiner ist als die documenta (und das KloHäuschen kleiner als Kassel), findet das KloHäuschen es vollkommen ok, erstmal „von Ottobrunn“ – oder „mit der Gartenlaube“ zu lernen.

Also sind sie in diesem Jahr zu zweit, die „Ausstellungs-Orte“ der KloHäuschen Biennale, und wollen -eh klar- die besten Kunstwerke und Künstler zeigen, die sie kriegen können. Aber wie diese präsentieren? Die Gartenlaube ist transparent – ihr InnenRaum zeigt sich von -fast- allen Seiten. Ein neuer Aspekt für das KloHäuschen, das seinen InnenRaum ja nur ein bißchen durch die Tür zeigt – und den Rest mit einer Kachelmauer bedeckt. Nicht ganz trivial, eine kuratorische und räumliche Struktur zu entwickeln für ein solches Unterfangen!

Zum Glück kommt Hilfe:

Pietro Tondello  wird Kurator der 4. KloHäuschen Biennale. Und er interessiert sich vor allem dafür, wie Kunstwerke jeglicher Art präsentiert werden, je nachdem, was über sie und zu welchem Zweck vermittelt werden will – „Displaying Strategies“.

Und Matthias Castorph, der in München sein Architekturbüro hat, sagt zu, eine Ausstellungsarchitektur für die Biennale zu entwerfen und fordert das KloHäuschen heraus, wirklich etwas zu lernen und „sich als Ausstellungsraum ernst zu nehmen“.

Und so entwickeln sich Raum- und Ausstellungskonzept Zug um Zug.